Wildkräuter für den Hund im April

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Der Frühling steht vor der Tür. Endlich können wir gemeinsam mit unseren Vierbeinern das immer schöner werdende Wetter so richtig auskosten. Auch die Natur holt kräftig Luft, sprießt und blüht was das Zeug hält. Kräuterbegeisterte sammeln nun das frische Grün und setzen es in der Küche ein. Wildkräuter in der Ernährung, werden immer populärer. Auch unsere Hund können selbstverständlich von ihnen profitieren, denn sie sind richtige Mineralstoffpakete.

Über die Wintermonate hat es uns gefehlt das frische Grün

Wildkräuter besitzen in optimalem Verhältnis reichlich Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – da kann kein Kulturgemüse mithalten! Das ist einer der Gründe, warum wir unseren Hunden regelmäßig frische Wildpflanzen anbieten sollten. Natürlich sollten sie auch in unserer Ernährung nicht fehlen. Täglich einen frischen Smoothie aus Wildkräutern für uns und unsere Hunde sind genau das richtige um den Stoffwechsel anzuregen und den Mineralienhaushalt aufzufüllen. Die Pflanzen legen nun ihre ganze Kraft ins Wachstum, was sich durch ihr frisches zartes Grün bemerkbar macht. Das bedeutet dass nun der optimale Zeitpunkt gekommen ist die frischen Blätter zu ernten.

Sie sehen frisch, lecker und hellgrün aus

doch welche Pflanzen eignen sich nun für uns und unsere Hunde? Wir haben ihnen für den Monat April eine kleine Zusammenstellung vorbereitet. Dies Pflanzen können regelmäßig aber in geringen Mengen an den Hund verfüttert werden. Einige eignen sich häufiger und in größeren Mengen, andere verwendet man eher dezent wie ein Gewürz. So kann bspw. von der Vogelmiere gut eine Handvoll an einen mittelgroßen Hund (etwa 20 kg) verfüttert werden, während der Gundermann mit 1-2 Blättchen schon genügt.

Es gibt folgende Einteilung:

1.) Futterpflanze – es kann gut etwas mehr bis eine Handvoll gegeben werden.

2.) Als Gewürz – kann täglich aber in sehr geringen Mengen gegeben werden. Je nach Größe 1-2 Blätter

3.) Als Heilpflanze oder saisonal – von Zeit zu Zeit oder als Kur in geringen Mengen

 

Brennnessel – Futterpflanze

Die jungen frischen Triebe sind sehr nährstoffreich und optimal zur Fütterung im Frühling geeignet! Es kann gut eine Handvoll gefüttert werden.

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Brombeere – Futterpflanze

Auch hier die jungen frische Triebe verwenden – 2-3 Triebspitzen in die Gemüsemahlzeit sind optimal

 

Feldsalat – Futterpflanze

Es ist immer wieder eine Freude frischen wilden Feldsalat in der Natur zu finden. Wer möchte kann sich einfach Samen der Kulturpflanze im Garten verstreuen und kann so ohne viel Mühe regelmäßig frischen Feldsalat ernten! Mehr zum Thema Feldsalat

 

Frauenmantel – Gewürz/ Heilpflanze

Ein Rosengewächs, das auch in der Frauenheilkunde eingesetzt wird. Rosengewächse schmecken eher trocken. 1-2 Blätter

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Gänseblümchen – Gewürz

Wie die meisten Korbblütler gehören auch die Ganseblümchenblätter zu den Basisnahrungsmitteln. Die Blütenköpfe sollten etwas sparsamer dosiert werden, daher sind sie hier als Gewürz betitelt.

 

Labkraut – Gewürz

Das Labkraut eignet sich täglich in geringen Mengen

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Löwenzahn – Futterpflanze

Gerade jetzt im Frühling sollten die kleinen frischen Blätter in keiner Mahlzeit fehlen! Mehr über den Löwenzahn

 

Süßgräser – Futterpflanze

Hunde fressen meist täglich Gras. Gerade jetzt im Frühling kommt es verstärkt vor dieses Verhalten. Die jungen frischen Gräser stecken voller Mineralien. Allerdings verwenden wir sie nicht direkt in der Gemüsemahlzeit sondern stellen für uns selbst einen Grassaft her. Ein Schluck davon wandert dann immer in den Hundenapf. Mehr dazu in einem anderen Artikel, den ich dann hier verlinken werde.

 

Schafgabe – Futterpflanze/ Gewürz

die jungen frischen Blätter eignen sich gerade jetzt im Frühjahr (saisonal) zur regelmäßigen Fütterung. Zu viele sollten es aber  nicht sein.

 

Taubnessel – Futterpflanze/ Gewürz

Vor allem die Rote Taubnessel, die gerade überall in voller Blüte steht eignet sich im Frühjahr (saisonal) als Futterpflanze in eher geringen Mengen. Sie hat einen Bezug zum Blut und ist sehr eiweißreich.

 

Vogelmiere – Futterpflanze

Neben dem Löwenzahn ist die Vogelmiere – die Futterpflanze! Sie kann regelmäßig gut eine Handvoll gefüttert werden

 

Walderdbeere – Gewürz

Die jungen frischen Blätter eignen sich hervorragend für die Gemüsemahlzeit. 1-2 Blätter ein paar Mal die Woche. Saisonal im Frühjahr

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Das hier ist natürlich schon eine riesige Auswahl, die gerade wenn man anfängt sich mit Wildkräutern zu beschäftigen erschlagend wirken kann. Schon eine oder zwei Wildpflanzen können den Speiseplan ihres Hundes bereichern!

Wir raten Ihnen nur die Wildpflanzen an ihren Hund zu verfüttern, die sie genau kennen und bestimmen können. Ebenso hat es sich bewährt immer zuerst selbst zu probieren. Das hat den Hintergrund, dass wir unsere Hunde ja nicht fragen können ob es ihnen schmeckt oder nicht! Daher sollte nichts einfach in einem Mixer kleingehächselt werden, das vorher nicht zumindest von ihnen probiert wurde – gerade bei täglichem Konsum!

Warum das Probieren vorher so wichtig ist und was es beim Sammeln und Verarbeiten zu beachten gibt lesen Sie in einem unserer nächsten Artikel.

 

Ps: Wir planen schon bald Kräuterwanderung für interessierte Hundebesitzer anzubieten. Was interessiert Sie? Schreiben Sie uns an!

 

Bei Fragen dürfen Sie sich gerne an uns wenden! Ansonsten viel Spass beim Ausprobieren…

Ihre Kerstin vom KomPETenz Team

 

 

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